Computer Simulation


Das Ergebnis einer Untersuchung (Messung oder theoretische Betrachtung) soll die genaue Feldverteilung in der Umgebung des Prüflings sein. Ist eine Messung nicht möglich, z.B. Aufgrund des frühen Projektstadiums (Planungsphase), bietet sich eine rechnergestützte Simulation von elektromagnetischen Feldern an.

Von der MeßTechnikNord wird diese mittels zweier Analyseansätze durchgeführt:

Momentenmethode

Programmpaket CONCEPT
Numerische Berechnungen elektromagnetischer Felder, die auf dem theoretischen Ansatz der Momentenmethode beruhen, basieren auf der rechnerischen Zuordnung elektrischer Ströme an die Elemente metallischer Strukturen, wobei die Einflüsse der Ströme untereinander berücksichtigt werden. Letzteres Verfahren erhöht die Genauigkeit der Ergebnisse enorm. Aus der Summe der rechnerischen Ströme wird die Gesamtfeldverteilung bestimmt. Für die numerischen Berechnungen und die Darstellung der Felder werden Programme benutzt (z. B. das Programm "Concept"), Das beinhaltet die Bestimmung von Feldverteilungen, die aus der Streuung der Felder an metallischen Strukturen resultieren. Diese Strukturen können Drahtkonstruktionen oder Flächenanordnungen sein oder eine Kombination beider. Materialeigenschaften wie Leitfähigkeit und elektromagnetisches Dielektrikum werden berücksichtigt.
Nach erfolgter Berechnung der Gesamtfeldverteilung können die Resultate wahlweise mittels verschiedenster Diagramme dargestellt werden. Dabei stehen zwei- und dreidimensionale Formate zur Verfügung.

Geometrische Beugungstheorie

Programmpaket GTD HH
Berechnungen elektromagnetischer Felder, die auf dem theoretischen Ansatz der Geometrischen Beugungstheorie beruhen, berücksichtigen die Streuung des elektromagnetischen Feldes an metallischen Flächenstrukturen, deren Dimensionierung groß gegenüber der Wellenlänge des Feldes ist (Physikalische Optik). Dieses Verfahren wird für elektromagnetische Felder mit Frequenzen ab bzw. oberhalb von 1 GHz angewandt. Auch die Einflüsse von elektromagnetischen Strahlen, die auf komplexeren Wegen von der Quelle zum Beeinflussungspunkt gelangen (Reflexionen, Beugungen), werden berücksichtigt, was den besonderen Wert dieses Verfahrens ausmacht.

Die numerischen Berechnungen werden mit Programmen durchgeführt (Paket GTDHH). Nach erfolgter Berechnung können damit wahlweise die elektromagnetischen Feldverteilungen sowie die Strahlenwege an den Strukturen (Streukörpern) mittels verschiedener Diagramme dargestellt werden.